
Was passiert eigentlich am Tag mit unserer Haut? Sobald wir uns an der frischen Luft bewegen wird die Haut mit zahlreichen Schadstoffen regelrecht bombardiert: Abgase, Sonneneinstrahlung, Staub, Blütenpollen, Pilzsporen und vieles mehr prallen täglich an unsere Haut. Durch einen optimalen Schutz mit einer Gesichtspflegecreme kann ein Grossteil dieser Schadstoffe abgewehrt werden.
Am Ende des Tages ist es deshalb wichtig, die Haut gut zu reinigen und ihr die nötige Ruhe und Erholung zu gönnen. Was heisst das?
Nachts regenerieren sich nicht nur die inneren Organe sondern auch die äussere Haut. Nach dem Stress des Tages kann die Haut nach der abendlichen Reinigung endlich atmen. Dies ermöglicht ihr, angesammelte Giftstoffe auszuscheiden. Dieser Ausscheidungsprozess funktioniert aber nur, wenn die Haut in der Nacht nicht mit einer Creme „gefüttert“ und somit zugedeckt wird. Durch das weglassen von Fett in der Nacht lernt die Haut wieder selbst aktiv zu werden und beginnt mit der eigenen Fettproduktion. Kinder zum Bespiel haben diesen natürlichen Vorgang noch, sie benötigen keine Nachtpflege um ihre Haut zu befeuchten. Genau dies ist das Ziel der fettfreien Nachtpflege.
Genau so wichtig wie eine fettfreie Nachtpflege ist dann die morgendliche Reinigung. Auch wenn wir das Gefühl haben, dass wir über Nacht ja nicht „schmutzig“ geworden sind, am Morgen lagern die ganzen ausgeschiedenen Giftstoffe auf der Haut. Wir darüber eine Creme verteilt, werden die Giftstoffe eingeschlossen und wieder in die Haut zurückgeführt. Dies soll verhindert werden.
Gerade bei der Umstellung von herkömmlichen Nachtcremen zu einer fettfreien Nachtpflege nimmt man das fehlende Fett-Feuchtigkeitsgleichgewicht der Haut besonders stark wahr. Die Haut wirkt trocken, spannt und verlangt nach Creme. Dies zeigt umso deutlicher, wie sehr die Haut aus dem Gleichgewicht geraten ist. Für das Gesicht empfiehlt sich deshalb eine absolut tensidfreie, rückfettende Reinigung, damit man gänzlich auf das Eincremen nachts verzichten kann. Für die Umstellungszeit empfehlen wir ebenfalls eine Hautkur anzuwenden, welche die Haut auf die bevorstehende Umstellung vorbereitet. Eine Beratung für eine passende Pflege zur Umstellung kann über den Fachhandel oder eine ausgebildete Naturkosmetikerin erfolgen.
Ein pflegender Lippenbalsam kann zusätzlich auf die Lippen aufgetragen werden, da die Lippenhaut keine Talgdrüsen hat, um sich selbst zu versorgen.
Die Körperhaut ist weniger empfindlich als die Gesichtshaut, dennoch benötigen manche auch Abends eine reichhaltige Pflege. Empfohlen werden milde, tensidfreie Duschcremes, welche die Haut nicht austrocknen, so ist eine fettige Pflege nicht unbedingt notwendig. Benötigen Sie trotzdem einen zusätzlichen Schutz empfehlen wir die Anwendung von Pflanzenölen. Pflanzenöle lassen die Haut aber besser atmen und stören die Ausscheidungsfunktion nicht. Wer sich also über Nacht wohlig beduften und einen erholsamen Schlaf herbeiführen will, kann z.B. nach einem entspannenden, pflegenden Bad auch noch ein wenig beruhigende Pflanzenöle- oder eine beruhigende Körpermilch auf die Körperhaut auftragen.
Besonders wichtig ist es aber die Gesichts- und Körperhaut am Tag vollumfänglich zu pflegen und einzucremen. Je mehr man dabei auf jegliche Chemie und Synthetik verzichtet, desto besser erfährt man auf lange Sicht, sich an einer gepflegten, gesunden, lebendigen und straffen Haut zu erfreuen.