WALA Pflanzenarchiv
Alraune

Synonyme für Alraune: Alruneken, Arun, Dollwurz, Erdmännlein, Galgenmännchen, lraun, Mandragora, Menschenwurzel, Oraunl, Satansapfel, Springwurz, Uraundl, Wurzelknecht, Zauberwurzel
Wissenschaftlicher Name: Mandragora officinarum L.
Familie: Solanaceae (Nachtschattengewächse)

Beschreibung:

Schwer dem Boden verhaftet, etwas derb wirkend, trägt sie einen Namen, der an raunende Märchen erinnert: die Alraune. Die stängellose Blattrosette der mehrjährigen Pflanze besteht aus bis zu 50 cm langen Blättern, die wie runzeliger Mangold aussehen und dicht über der Erde wachsen. Aus ihrem Zentrum sprießen ab dem vierten Jahr von März bis Mai dicht gedrängt weißlich-grüne glockenförmige, fünfzipfelige Blüten. Im Frühsommer reifen aus ihnen etwa pflaumengroße gelb bis gelb-orangene, kugelige Früchte (Beeren), die auf dem Boden liegen und mit ihrem Aussehen die Verwandtschaft zur Tomate verraten. Wenn die Früchte beginnen zu reifen, vergilben die Blätter. Bis zur vollen Fruchtreife ist die Blattrosette komplett zurückgebildet. Die Wurzel kann bis zu einem Meter lang werden. Sie ist knollig, tief gespalten und mit kräftigen Seitenwurzeln versehen. Die Alraune liebt trockene, sonnige bis halbschattige Standorte auf leichtem Sandboden.